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Archiv für das Tag 'Clean-Tech'

 

Ende Juli tagte das Kollegium der Energiekommissare in Brüssel über die neuen Energieeffizienz-Ziele der EU und leitete so einen der wichtigsten neuen Wachstumsmärkte im Energiesektor ein.

Die EU soll demnach bis 2030 nun 30 Prozent weniger Energie verbrauchen, als der heutige Energieverbrauch prognostizieren würde. „Das ist ambitioniert und realistisch zugleich“, kommentierte EU-Kommissar Günther Oettinger die beschlossenen Ziele.

Auch wenn das vereinbarte Ziel manchen Volksvertretern widerspricht, so ist Energieeffizienz „der kostengünstigste Weg, um fossile Brennstoffe und CO2 einzusparen, daher brauchen wir eine ambitionierte europäische Strategie“ stellte Peter Liese (CDU) punktgenau fest.

Der Markt für Energieeffizienz gewinnt dadurch noch mehr an Bedeutung. Nach einem Branchenmonitor der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) in Kooperation mit der Beratungsgesellschaft PwC wuchs der Umsatz mit Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Energieeffizienz im Jahr 2013 (gegenüber dem Vorjahr) um 11 Prozent. Der Markt habe nach der Studie bereits heute ein Volumen von etwa 160 Milliarden Euro und wird aufgrund der jüngsten Beschlüsse aus Brüssel perspektivisch weiter wachsen.

Welches Potenzial Energieeffizienz im Produktionsprozess und in der Vermarktung Ihrer Produkte freisetzen kann, erklären wir Ihnen gerne.

Autor: BM-Experts  –  Uwe Brüggemann

 

 

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) veröffentlichte am  26.03.2014 ein Hintergrundpapier zur aktuellen Diskussion um die Auswirkungen der EEG Novelle 2014 auf (insbesondere) die Biogasbranche in Deutschland. (hier klicken zum Download)

Hierbei sprechen die Experten des DBFZ (ebenso wie 36 weitere Forschungseinrichtungen) eine eindrückliche Warnung an die Politik aus:

„Mit der geplanten Novellierung im Sommer 2014 läuft die Politik Gefahr, diesen moderaten Ausbau der Stromerzeugung aus Biomasse weitgehend zu beenden. Für die in den letzten Jahren so erfolgreich etablierten Technologielinien besteht das Risiko eines kompletten Ausbau- und damit auch Entwicklungsstopps. Für den bereits existierenden umfangreichen Anlagenbestand zeigt der aktuelle Entwurf keine Perspektive auf und setzt die bisher geleistete Entwicklung aufs Spiel. Auf diesen Sachverhalt wurde bereits von 65 Forschungsnehmern des Förderprogrammes Energetische Biomassenutzung des BMUB hingewiesen“ (DBFZ)

Auch wir arbeiten hart dafür, Unternehmen der Biogasbranche unter den neuen Marktbedingungen überlebensfähig und profitabel zu halten. Wir stehen auch Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Autor: BM-Experts – Uwe Brüggemann

 

Die Unternehmensberatung Mc Kinsey & Co. Inc. veröffentlichte zusammen mit der Zeitschrift ‚WirtschaftsWoche‘ in der vergangenen Woche eine Studie über die wichtigsten 15 Technologien der (nahen) Zukunft und deren Bedeutung für die deutsche Wirtschaftsentwicklung der nächsten Jahrzehnte.

Technologien sind Treiber des gesellschaftlichen und ökonomischen Fortschritts. Aber nur wenige haben das Potenzial: Spielregeln komplett über den Haufen zu werfen und die Machtverhältnisse auf den Märkten zu erschüttern. Solche ‚disruptiven‘ Technologien standen im Fokus der Untersuchung von Mc Kinsey & Co. Inc.

 

1. Internet der Dinge

Die Verknüpfung aller Gegenstände ermöglicht es, sie über Datennetze zu orten, zu kontrollieren und zu koordinieren

Wichtige Anwendungen: Intelligente Steuerung globaler Logistikketten und des Verkehrs; medizinische Ferndiagnosen; Gebäudeautomation; sich selbst optimierende Fabriken

 

2. Automatisierung Wissensarbeit

Lernende Softwaresysteme erkennen Zusammenhänge, analysieren Probleme und ziehen daraus Schlussfolgerungen

Wichtige Anwendungen: Erledigung von Aufgaben in Büro und Verwaltung; Abwicklung von Dienstleistungen; Erstellung von Entscheidungsvorlagen; medizinische Diagnosen

 

3. Fortgeschrittene Robotik

Roboter bauen sich selbst, finden sich in der Umwelt zurecht und stellen sich auf den Menschen ein.

Wichtige Anwendungen: Industrielle Produktion; Chirurgie; Pflege; vielseitige Helfer im Alltag, etwa beim Putzen oder Rasenmähen

 

4. Alternative Antriebe

Elektro-, Brennstoffzellen- und Wasserstoffantrieb oder Hybridlösungen.

Wichtige Anwendungen: Privat und gewerblich genutzte Fahrzeuge; Fuhrparks; Busse; Schiffe und Flugzeuge

 

5. Mobiles Internet

Smartphone, Tablet-PC oder Datenbrille verbinden Nutzer jederzeit und überall mit dem Internet

Wichtige Anwendungen: E-Commerce; Online-Lernen; Telemedizin, z. B. Überwachung des Gesundheitszustands chronisch Kranker; Mobile Payment; Gastronomietipps

 

6. Big Data

Analyse riesiger Datenmengen, die Sensoren, Rechner, Handys, intelligente Zähler und Autos ständig sammeln und übermitteln

Wichtige Anwendungen: Angebot individueller Produkte und Dienstleistungen; Börsenhandel; Marktprognosen; Entdeckung neuer Geschäftsmodelle

 

7. Cloud Computing

Aus der Datenwolke können Unternehmen und Private via Internet Software, Rechen-, Speicher- und Netzwerkkapazität

Wichtige Anwendungen: Programme, IT-Infrastruktur und Internet-Plattformen werden gemietet statt gekauft – bedarfsgerecht und technisch auf dem neuesten Stand

 

8. Cybersecurity

Sicherheit und Schutz digitaler Daten gegen Zugriff durch unbefugte Dritte, etwa Konkurrenten, Kriminelle und Geheimdienste

Wichtige Anwendungen: Schutz von Industrieanlagen und Kraftwerken vor Spionage und Sabotage; Verhinderung des Missbrauchs persönlicher und Unternehmensdaten

 

9. (Teil-)autonomes Fahren

Pkws, Lkws und Busse, die dem Fahrer ganz oder teilweise das Lenken abnehmen und selbstständig durch den Verkehr navigieren.

Wichtige Anwendungen: Computergesteuerter Verkehrsfluss: Fahrzeuge warnen sich vor Staus und Unfallgefahren; Nutzung mobiler Internet-Dienste während der Fahrt

 

10. Genomik

Kombination aus Gensequenzierungstechniken, Big-Data-Analysen und gezielten Eingriffen ins Erbgut

Wichtige Anwendungen: Neue Medikamente etwa gegen Krebs; personalisierte Medizin; Entwicklung ergiebiger Nutzpflanzen, z. B. für Biokraftstoffe

 

11. Saubere Energien

Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen wie Sonne, Wind und Biomasse

Wichtige Anwendungen: Blockheizkraftwerke für Industrie und Privathaushalte; Solaranlagen; Windparks; Erdwärmesonden; Biogasherstellung; Gezeitenkraftwerke

 

12. Hochleistungswerkstoffe

Materialien, die Forscher im Labor mit überragenden Eigenschaften und Funktionen ausstatten, etwa Hitzebeständigkeit

Wichtige Anwendungen: Leichte und dennoch stabile Bauteile aus Carbon für Autos und Flugzeuge; sterile Kunststoffe; besonders leitfähige Metalle und Halbleiter

 

13. 3-D-Druck

Fertigungsverfahren, bei dem aus einem digitalen Modell Schicht für Schicht ein reales Objekt entsteht

Wichtige Anwendungen: Individualisierte Produkte wie Schmuck und Brillen; Ersatzteile; passgenaue Prothesen; künstliche Organe; High-Tech- Bauteile wie Turbinenschaufeln

 

14. Energiespeicher

Ökostrom wird in Batterien, Salzkavernen, Pumpspeichern oder, umgewandelt zu künstlichem Erdgas, zwischengelagert

Wichtige Anwendungen: Stabilisierung der Stromnetze; Reservekapazitäten; unabhängige Energieversorgung von Kommunen, Privathaushalten und Unternehmen; Elektromobilität

 

15. Wasseraufbereitung

Technologien, die Abwässer reinigen, Giftstoffe entfernen und selbst in extremen Trockengebieten Trinkwasser bereitstellen

Wichtige Anwendungen: Meerwasserentsalzung; Kläranlagen; Gewässersanierung; geschlossene Wasserkreisläufe in Fabriken; Trinkwassergewinnung etwa mittels Membranen

 

Gelänge es der deutschen Wirtschaft, auf diesem Gebiet Standards zu setzen und umsatzstarke Geschäftsmodelle zu entwickeln, dann könnte das unser Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 um mehrere 100 Milliarden bis 1 Billion Euro nach oben treiben.

Welches Potenzial diese Technologien besitzen und in Ihrem Unternehmen freisetzen können, zeigen wir Ihnen gerne unverbindlich an einigen kurzen Beispielen.

Autor: BM-Experts – Uwe Brüggemann

 

 

 

Das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) trat in der vergangenen Woche mit einer Studie an die Öffentlichkeit, welche belegt, dass flexibilisierte Biogasanlagen einen erheblichen Beitrag zum Ausgleich der Residuallastschwankungen leisten und ein Viertel der Strommenge aus konventionellen Kraftwerken ersetzen können.

Laut IWES-Studie könnten die bestehenden Biomasseanlagen bei entsprechendem Überbau 27.000 MW flexibler Leistung bereitstellen und so mehr als ein Drittel des Bedarfs von 80.000 MW zur Deckung der Residuallastschwankungen beitragen. Damit ließen sich die bisher aus konventionellen Kraftwerken bereitgestellten Strommengen um knapp ein Viertel reduzieren.

Als Folge würde sich auch der Spot-Marktpreis um 5,5 Euro pro einer Megawattstunde (MWh) ohne Überbau der existierenden Anlagen und mit Überbau um rund 21,5 Euro je MWh im Jahr 2015 senken lassen. Die IWES-Wissenschaftler führten dies auf eine Kostenanalyse zurück, welche eine Einsparung bei den Betriebskosten des konventionellen Kraftwerksparks durch den flexiblen Betrieb von Biogasanlagen schlussfolgert.

Fraglich bleibt jedoch ob die Bundesregierung diese Studie bei den letzten Nachbesserungen des aktuellen Vorschlags zur EEG-Novellierung 2014 noch berücksichtigen wird.

 

Autor: BM-Experts  –  Uwe Brüggemann

 

Toshiba rollt in Kooperation mit der Gagfah Immobilien Goup ein neues Vermarktungsmodell für PV-Strom in Deutschland aus.

Ziel ist es den PV-Strom (ohne EEG) mittels langlaufenden Lieferverträge direkt an die Mieter der Immobilien abzusetzen, ohne den Umweg über die EEX zu nehmen. Etwaige Schlechtwetterphasen sollen hingegen über die Börse hinzugekauft werden, um den Abnehmern Versorgungssicherheit zu garantieren.

Ein Pilotprojekt in Süddeutschland ist bereits angelaufen und soll im kommenden Jahr auf Rest-Deutschland ausgeweitet werden. kritisch wird von den Beteiligten jedoch noch die immer weiter steigende EEG-Umlage betrachtet, welche das Business Modell schnell unrentabel machen könnte.

Autor: BM-Experts – Uwe Brueggemann

Zerstört das EEG den Strommarkt ?

„Das Erneuerbare-Energien-Gesetz muss dringend grundlegend reformiert werden“, sagte Andreas Mundt Präsident des Bundeskartellamtes dem Handelsblatt (25.07.2013). „Das EEG hat mit Wettbewerb nichts zu tun. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist komplett durchreguliert, und zwar ohne Hand und Fuß. Ich sehe einen Regulierungswust und keinen Markt stellte der Präsident besorgt fest.

Mundt plädiert in Anbetracht dieser ‚Wust‘ für eine Abschaffung des Einspeisevorranges der EEs. Langfristiges müsse es das Ziel sein, den Strom auch ohne Ausnahmen wie der EEG-Befreiung für Großunternehmen bezahlbar zu machen. Solange dies allerdings nicht kalkulierbar sei, müsse die Industrie dringend entlastet werden.

Gemäß Mundt müssen die Anlagenbetreiber „viel stärker dazu verpflichten [werden], den produzierten Strom selbst zu vermarkten und zwar ohne Vollkasko-Absicherung nur so könne seiner Meinung nach sichergestellt werden, dass die Preissignale des Markts unverfälscht bei den Erzeugern ankämen und der Markt sich selbst reguliert. Inwiefern eine konstruktionsbedingte Schieflage dieser Regulierung aufgrund der bisherigen Erzeugungskapazitäten vorliege, kommentierte Mundt nicht.

Autor: BM-Experts – Uwe Brüggemann

Im Juli diesen Jahres stellte die Prognos AG eine der wichtigsten Studien zum KWK-Markt im Auftrag der AGFW und BDEW vor. < Link > „KWK ist zum Erreichen der energiepolitischen Ziele unverzichtbar “, erklären AGFW und BDEW in ihrer Pressemeldung. Allerdings müsse für das Ausschöpfen der KWK-Potenziale auf dem deutschen Energiemarkt, der energiepolitische Rahmen in mehreren Punkten angepasst werden:

So muss der Emissionshandel endlich konsequent umgesetzt werden, um die Energieeffizienz der Kraft-Wärme-Kopplungstechnik ausschöpfen zu können. Die im KWK-Gesetz definierten Zuschläge und Anreize müssen überprüft und neu berechnet werden. (Die Entwicklungsprognose der Bundesregierung aus dem Jahr 2011 und damit die Berechnungsgrundlage des KWKGs ist laut Prognos AG nicht eingetreten). Diese Neuberechnung sollte auch für Wärme- und Kältenetze sowie für Wärme- und Kältespeicher überprüft werden. Nicht vernachlässigt werden darf dabei die Sicherung der bestehenden KWK-Anlagen.

In Kürze: Die Ergebnisse der Studie

  • Auch in einem fluktuierenden Stromsystem geprägt von erneuerbaren Energien, besteht großes Potenzial für KWKs.
  • Der Anteil industrieller KWKs innerhalb des KWK-Gesamtpotenzials sinkt (in allen Szenarien) von 28 TWH/a auf 25 TWh/a in 2030 und auf 20 TWh/a in 2050.
  • Mikro- und Mini-KWK-Anlagen könnten einen Anteil von bis zu 10% am Heizungsmarkt erreichen.
  • Zur Erschließung der KWK-Potenziale ist die Nutzung von Wärmespeichern (und eine entsprechende Förderung) dringend notwendig.

Autor: BM-Experts – Uwe Brüggemann

„Die Energiewende muss volkswirtschaftlich finanzierbar und bezahlbar sein. Diese These ist so einfach wie richtig“, sagte Peter Altmaier (CDU) beim Deutschen Energiekongress in München am 10.09.2013, nach dessen Einschätzungen die Debatte um steigende Strompreise auch nach der Bundestagswahl präsent bleiben wird. Eine rasche Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei aufgrund dessen dringend notwendig. Deutschland müsse auch bei der Ausgestaltung des Strommarktes vorankommen so Altmaier.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ wird die Ökostrom-Umlage von derzeit 5,3 Cent pro Kilowattstunde im kommenden Jahr, also rund ein Fünftel der Stromrechnung eines Drei-Personen-Haushaltes, auf voraussichtlich 6,2 bis 6,5 Cent steigen, was einen Anstieg um etwa 20 Prozent ausmacht. Demnach wird auch die Umlage zur Finanzierung der Stromnetze um 0,2 bis 0,4 Cent pro Kilowattstunde teurer.

Der künftige Ausbau erneuerbarer Energien müsste allerdings deutlich günstiger gestaltet werden. Der Ökostromanteil liegt zurzeit bei 25 Prozent und soll 2020 bis auf 35 Prozent ansteigen. Jährlich belaufen sich die Förderkosten für Ökostrom daher auf 20 Milliarden Euro, Tendenz steigend.

Peter Reitz, Vorstand der Leipziger Strombörse EEX, erklärt zu dieser stetigen Erhöhung der Erneuerbare Energien Umlage, das dies „kein sinnvoller Zustand [sei]. Wir erwarten, dass die Schere noch weiter auseinandergehen wird, wenn es zu keiner Reform des EEG kommt.“ Entsprechend ist einer der dringendsten Ziele der deutschen Energiepolitik, die zügige Einbindung der Erneuerbaren Energien in den Markt zu erreichen, ohne auf Stützungsmechanismen wie die EEG-Umlage zurückgreifen zu müssen.

Wie Sie Ihr Unternehmen für die Zeit nach einem EEG fit machen, erfahren Sie bei uns.

Autor: BM-Experts

Energieeffizienzmarkt wächst

Mit der Veröffentlichung des „Branchenmonitors Energieeffizienz 2013“ der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (Deneff) kann ein Wachstum der Energieeffizienzbranche in Deutschland um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vermeldet werden.

Hochgerechnet erwirtschafteten die Unternehmen der Branche im Geschäftsjahr 2012 einen Gesamtumsatz von 146 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl nahm im selben Jahr um ca. 10 Prozent zu und zählt zurzeit 800.000 Mitarbeiter. Als wichtige Impulse für dieses Wachstum meldete der Branchenmonitor: steigende Energiepreise, neue Technologien und die neuen gesetzlichen Vorgaben. Als größte Herausforderungen nannten die teilnehmenden Unternehmen insbesondere die kritische Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, sowie verlässliche rechtlichen Rahmenbedingungen.

Carsten Müller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) kommentierte: „Die Ergebnisse des Branchenmonitors zeigen: Energieeffizienz gehört längst zum Tagesgeschäft vieler Unternehmen und hat sich als Job- und Wachstumsmotor zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für Deutschland entwickelt. Gleichzeitig ist noch viel Luft nach oben. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Energieeffizienzunternehmen an die Politik, hier zuverlässige Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, kommen Sie gerne unverbindlich auf unsere Experten zu.

Autor: BM-Experts

Mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vom 20. Dezember 2012 wurde seitens des Gesetzgebers nun auch die Möglichkeit geschaffen, dass zukünftig auch Anbieter von abschaltbaren Lasten für Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit vertraglich verpflichtet werden können.

Dieses in den USA bereits seit mehreren Jahren angewendete Konzept der Netzstabilisierung, durch die gezielt Abschaltung von Energieverbrauchern (Kühlanlagen, Produktionsstraßen oder der Waschmaschine), ist somit rechtlich auch in Deutschland möglich und erweitert das Handwerkszeug moderner Energieoptimierer erheblich.

Welche Geschäftspotenziale durch dieses einfache Konzept möglich sind, erklären wir Ihnen gerne.

Autor: BM-Experts

Virtuelle Kraftwerke (VPPs) sind gemäß verschiedenster Studien und Experten (bspw. Navigant Research 2013) eine der Kerngrößen im Energiekonzept der Zukunft. Mit der Informationstechnologischen Koordination verschiedenster Klein- und Kleinst-Energieerzeugern wird das Stromnetz stabil gehalten und eine enorme Energieeffizienz im Vergleich zu der herkömmlich zentralistischen Versorgungsstruktur erreicht.

Hauptherausforderung dieses ‚Smart Grids‘ ist allerdings das ‚Smart‘. Von Bedeutung ist hier nicht nur die Art der genutzten technischen Infrastruktur, welche für die Datenübertragung (z. B. das Internet) genutzt wird, sondern auch die verwendeten Protokolle, welche die Kommunikation im Detail regeln und für zukünftige Erweiterungen offen sein müssen.

Nicht überraschend ist es daher das zurzeit verschiedenste Standards für die benötigte Informationstechnik (Leittechnik) entwickelt werden, so z. B. auch in von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekten (vgl. SmartGrids ETP). 

So wurde auf dem 10. Forum ‚Wärmepumpe‘ am 9. November 2012 durch den Bundesverband Wärmepumpe (BWP), gemeinsam mit Industrievertretern das Label „SG Ready“ vorgestellt, mit dem in Zukunft Smart-Grid-fähige Wärmepumpe zertifiziert werden sollen. Bis heute haben insgesamt siebzehn Hersteller angekündigt, dieses neue Label für ihre Geräte beantragen zu wollen. Erste zertifizierte Geräte bereits auf der ISH im März 2013 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Mit dem von Vattenfall bereits 2010 eingeführten Qualifizierungslabel „VHP-Ready 3.0“ (Virtual Heat & Power-Ready) können in der dritten Version (3.0) dezentrale Anlagen noch schneller als bisher gesteuert werden, wodurch dieser Technikstandard erstmals eine Sekundärenergieregelleistung, für Strom aus BHKW im Virtuellen Kraftwerk von Vattenfall an den jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber zu verkaufen. Der Vattenfall-Standard ist dabei herstellerunabhängig und ermöglicht die Einbindung unterschiedlicher Systeme, beispielsweise BHKW, Wärmepumpen und Batteriespeicher (vgl. Vattenfall VPP).

Der VPP-Betreiber ‚NEXT Kraftwerke‘ dreht das Konzept der Zertifizierung hingegen um und entwirft eine Plug-In-All Lösung, welche als kleine ‚NEXT-Box‘ an verschiedenste Geräte gekoppelt werden kann und den individuellen Datenstrom der Anlage zu einem von NEXT steuerbaren Signal verarbeitet (vgl. NEXT Pool).

Einen ähnlichen Ansatz entwickelte die Energy2market GmbH mit der Schnittstelle „DAS GRÜNE KRAFTWERK®“ (vgl. energy2market). Welche Lösung sich schlussendlich durchsetzen wird, wird der Markt entscheiden, bis dahin stehen wir allen Betreibern gerne als unabhängige Berater zur Verfügung.

Autor: BM-Experts

Trend:Research veröffentlichte Ende letzten Jahres eine Studie Entwicklung des KWK-Marktes in fünfzehn europäischen Ländern. Dabei wurden insbesondere Chancen und Risiken für Hersteller und Betreiber von KWK-Anlagen sowie deren regulatorische Anforderungen betrachtet.

Gemäß dem von Trend:Research entworfenen Referenzszenario wird 2020 die größte Anzahl an KWKs in Deutschland, Finnland, Frankreich und Dänemark zu finden sein, wobei Finnland und Dänemark bereits heute über erheblich mehr KWK-Anlagen verfügen, wodurch der Zubau auf einem eher niedrigen Niveau verlaufen wird. Der größte Zubau ist daher in Deutschland zu erwarten.

Bei den bisher in Deutschland installierten KWKs dominiert – gemessen an der Anzahl Anlagen – die Leistungsklasse bis 50 kWel mit über 32.000 Anlagen, was einem Marktanteil von 70 Prozent entspricht. Diese Leistungsklasse der Mikro-KWK-Anlagen wird im Wesentlichen in kleinen Gewerbebetrieben mit einem hohen Wärmebedarf eingesetzt (z.B. Hotels). Auch wenn im Bereich von 1.001 kW und 5.000 kW bisher nur vergleichsweise wenige Anlagen zu finden sind, stellen sie mit 4.500 MWel und somit 44 Prozent der deutschen KWK Leistung die größte installierte Leistung dar.

Betrieben werden diese KWKs – gemessen an der installierten Leistung – in über 40 Prozent der Fälle mit Erdgas. Als weitere wichtige Brennstoffe sind Biogas mit 26 Prozent und Pflanzenöl, Geothermie bzw. feste Biomasse mit 20 Prozent sowie Erdöl mit 15 Prozent zu nennen.

Trend:Reseach prognostiziert für den deutschen Markt in den nächsten Jahren zunächst einen sinkenden Zubau. Langfristig ist bis zum Jahr 2020 aber mit erheblichen Steigerungsraten zu rechnen. Ab dem Jahr 2015 liegt der errechnete jährliche Zubau bei über 5.000 Anlagen und nimmt in Folge stetig zu, bis zu einer jährlichen Zubaurate von bis zu 14.300 Anlagen im Jahr 2020. Dabei wird sich gemäß Trend:Research die bisherige Dominanz der Anlagen im Mikro-KWK-Bereich fortsetzen, Neuinstallationen von Anlagen über 500 kWel sind eher gering.

Auch die Brennstoffe Erdgas und Biogas werden weiterhin am häufigsten zum Einsatz kommen. Der Anteil an Anlagen, die mit Erdöl betrieben werden, wird hingegen stark zurückgehen.

Welche praktischen Implikationen aus dieser Marktentwicklung resultieren und welche Chancen sich für Ihr Unternehmen daraus ergeben, diskutieren wir gerne mit Ihnen.

Autor: BM-Experts

Vernetzung heißt das neue Zauberwort der Energiewende. Virtuelle Kraftwerke, Eigenverbrauch in dezentralen Netzen oder das Smart Home, diese Netzwerkmodelle verlinken schon heute die Energieressourcen der Energiewende zu intelligenten, flexiblen „Energieversorgern“. Die Vernetzung dieser Ressourcen, ermöglicht den Erneuerbaren Energien erneut an Schlagkraft im Verhältnis zu konventionellen, trägen und langzyklischen Energieträger zu gewinnen.

Diese Form von Extraschub wird bspw. bei der Zusammenschaltung und Koordinierung virtueller Kraftwerke deutlich, welche die Schwankungen beim Solar- und Windstrom ohne Probleme ausgleichen können. Bis Ende 2013 will unteranderem Vattenfall eine Gesamtkapazität von 200 Megawatt in ihr virtuelles Kraftwerk integrieren und von der Berliner Schaltzentrale aus steuern.

Wir dürfen gespannt sein, wie das Internet die Energiesteuerung der Zukunft weiter beeinflusst. Wird es nach dem Smart Home, den Smart Storages oder dem Smart Grid als nächstes z.B. das Smart BHKW mit einer „Virtuelles-Kraftwerk-Ready“- Plakette geben?

Wir werden aktiv einen Teil dieser Entwicklungen mit unserer Arbeit begleiten und sind gespannt, was die anlaufenden Standardisierungs- und Vernetzungsprozesse im kommenden Jahr im Energiemarkt erreichen werden.

Autor: BM-Experts

Ende des dritten Quartals 2012 hat sich nach Angaben der Geschäftsklimaumfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Auftragssituation der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik-Industrie in Deutschland erheblich abgekühlt.

Der VDMA meldet in 85 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung der Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die befragten Branchenvertreter prognostizierten im Oktober – für das laufende Geschäftsjahr – eine deutlich schwächere wirtschaftliche Entwicklung als noch in der diesjährigen Frühjahrsprognose.

„Die Photovoltaik-Maschinenbauer in Deutschland gehen von einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von knapp 50 Prozent im Jahr 2012 aus. Die Investitionszurückhaltung führender Wafer-, Zell- und Modulhersteller dauert weiter an. Aufgrund der sich im Feld befindenden Überkapazitäten erwarten wir einen neuen Investitionszyklus nicht vor Ende 2013“, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand der centrotherm photovoltaics AG und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Das Jahr 2013 wird somit ein erneutes Krisenjahr, das die Professionalisierung der deutschen PV-Unternehmen weiter erzwingt. Der Rückgriff auf erfahrene, krisengeprüfte Management-Kompetenzen ist daher auch in 2013 ein notwendiges Mittel zur Bewahrung deutscher PV-Arbeitsplätze.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.100 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit rund 970.000 Beschäftigten (Juni 2012) im Inland und einem Umsatz von 201 Milliarden Euro (2011) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Autor: BM-Experts

Das SMART-Home ist systematisch auf dem Weg in unsere Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer. Das Energiemanagement der Privathaushalte ist nicht nur ein Milliarden Euro umfassender Absatzmarkt, sondern auch einer der wichtigsten Faktoren zum Erfolg der Energiewende. Aber wer wird das SMART-Home der Zukunft managen? Energieversorger oder private Dienstleister?

Nach dem Angriff der „Smartmeter“ – durch die Bundesregierung eingeleitet und durch die Umsetzungswut der Energieversorger verpufft – fragt man sich, wer das Potenzial des Energiemanagements in 40 Millionen deutschen Privathaushalten in Umsatz verwandeln wird?

Eines der interessantesten Konzepte hierzu kommt von SMA (www.sma.de), die mit ihrem WLan Home Manager und einigen Funksteckdosen die Stromfressenden Geräte im Haushalt nicht nur Effizienzsteigernd koordinieren, sondern auch auf die aktuelle Leistung der hauseigenen Solaranlage abstimmen, um so einen Stromkauf aus dem öffentlichen Netz obsolet zu machen.

Sieht man sich nun SMAs Kooperationen mit Haushaltsgeräteherstellern wie Miele oder Bosch an, darf man sich auf die Entwicklung der nächsten Jahre freuen und sich fragen, ob zukünftig nicht eine kleine Wlan Box die Steuerung unserer Kaffeemaschine (gespeist aus dem Strom der Akkuzellen im Keller) auf einen Knopfdruck unseres Smartphones hin übernimmt. In Kombination mit Fair-Trade-Bio-Kaffeebohnen wäre das dann der ökologisch perfekte Start in den Tag.

Wenn Sie befürchten eine Marktentwicklung zu verpassen, erklären wir Ihnen gern, welche Möglichkeiten Sie haben Tipping-Points zu vermeiden.

Autor:  BM-Experts

Die Insolvenzen von Q-Cells, Solon, Sovello sind gemäß einer aktuellen Studie von Goetzpartners nur der Anfang. In den nächsten 5 Jahren werden 63% der deutschen Photovoltaikindustrie verschwunden sein. Von den 232 deutschen PV-Unternehmen werden so im Jahr 2017 nur noch 86 Firmen übrig bleiben, die sich gegen den zunehmenden Druck der asiatischen PV-Hersteller behaupten konnten.

Wir befinden uns erst am Anfang der Marktkonsolidierung und auch die Verzögerung der FiT-Absenkung wird höchstens dem chinesischem Wirtschaftsaufbau zugutekommen. Die deutschen Solarunternehmen müssen sich einem extremen Preisverfall (11% allein in 2011) und dem damit verbundenen Gewinneinbruch (ca. 13% allein in 2011) auseinandersetzten.

Die Zukunftsaussichten sind allerdings noch härter, „Die verbleibenden Unternehmen können sich keinen Stillstand leisten. Umfassende Restrukturierungsprogramme sind für Viele ein Muss um weiter im Markt zu bestehen.“ (Michael Sanktjohanser, Managing Director bei goetzpartners und Leiter der Industry Line Energy/Utilities).

Die 8 Strategien um mit der anstehenden Krise umzugehen, können Sie in einem persönlichen Gespräch mit uns kennenlernen.

Autor: BM-Experts

Am 5.März müssen sich die Unterstützer der Energiewende schon wieder mit der durch die Großkonzerne getriebene Politik anlegen. Der heutige Grund: die drastische und grundlose Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom.

Interessant sind auch dieses Mal die vorgeschobenen Begründungen der Einsparungsmaßnahmen. So ist die laut BMWi die Anpassung der EEG-Förderung für Solarstrom an die Entwicklung der Zubau Raten in der Bundesrepublik gekoppelt. Die sich ja im Dezember 2011 um sagenhafte 3 GW erhöht haben soll und damit die perfekte Rechtfertigung für eine drastische Senkung der Einspeisetarife liefert. Fakt ist nur, das bis heute (März 2012) dieser Zubau Zahlen nicht offiziell belegt werden können und auch nur dann realistisch scheinen, wenn man die damaligen Einspeise Anmeldungen für 2012 in die Dezemberbilanz 2011 hineinrechnet.

Auch das Argument der ‚Preistreiberei‘ und ‚Verteuerung der Energiepreise‘ an der Leipziger Energiebörse EEX sind an den Haaren herbeigezogen, wenn man sich überlegt das Solarstrom insbesondere in den Mittagsstunden den teuren Peak-Strom überflüssig macht und damit aktiv die Preise senkt.

Aber spätestens mit dem Erreichen der „Grid Parity“ ist der Grund für die enorme Gegenwehr der Stromkonzerne ersichtlich. Hier helfen dann auch keine Argumente mehr, wie: „deutsche EEG Förderung fließt nach Asien“. Zumal über 50% der Wertschöpfung und damit über 50% des Kapitals das über die gesamte Lebenszeit der Solaranlage umgelegt wird im Deutschen Währungsraum verbleiben, das ist bald mehr als die deutsche Unterhaltungselektronikbranche verbuchen kann.

Wer noch mehr Gründe für eine Demonstration gegen die geplanten Tarifkürzungen braucht, sollte einfach mal einen Blick auf die folgenden Links werfen.

http://www.solarwirtschaft.de/demonstration/

http://www.sma.de/

http://www.sma-sunny.com/kategorie/energiewende/

http://www.energiediskussion.solarwirtschaft.de/e-cards-versenden

Wir als die BM-Experts und ausgewiesene Experten in CleanTech Bereich sind für die Energiewende, für verlässliche politische Rahmenbedingungen und stehen klar zum marktwirtschaftlichen fairen Wettbewerb.

„Zusammen für eine bessere Zukunft“

Autor: BM-Experts

Mit einer neuen cleveren Initiative beweist Audi das regenerativ erzeugter Strom und eine CNG basierte Mobilität (Autogas / künstliches Erdgas) die CO2 Emissionen nicht nur von Autofahrern sondern auch von Hausbesitzern drastisch senken kann.

Der Schlüssel in einem solchen „geschlossenen CO2 System“ ist neben der Elektrolyse (die aus Strom Wasserstoff erzeugt) die Methanisierung, die aus diesem Wasserstoff und z.B. dem CO2 einer häuslichen Heizungsanlage künstliches Erdgas erzeugt und so nicht nur das mit diesem künstlichen Erdgas betriebene Fahrzeug CO2-neutral stellt, sondern auch das z.B. das Haus seines Besitzers.

CNG Antriebe bieten somit eine gänzlich neue Facette in der Debatte um die Elektromobilität.

Autor: BM-Experts

Warum immer erst scheitern?

Das ist einer der Fragen die sich führende Interim Manager jeden Tag stellen: Warum muss es immer erst schief gehen bevor man sich die nötigen Fachkräfte einkauft.

Dieses Phänomen der Haltestarre in den Führungsetagen zieht sich durch alle Branchen und Wirtschaftssektoren. Einmal treibt ein Windpark in der Nordsee die Firma bis kurz vor die Insolvenz, an anderes Mal sind es einfachste Fehlplanungen in der Produktion die zum Überlaufen des Lagers und dem (quasi) Kollaps der Produktionskette führen.

Egal wie rum, am Ende steht der Interim Manager, der als engagierte Fachkraft mit ordentlich Knowhow und Arbeitserfahrung retten soll was zu retten ist. Dabei wäre alles so einfach gewesen, hätte man etwas früher zum Telefon gegriffen.

Autor: BM-Experts

Die große Konsolidierung: Auch die Clean-Tech-Branche hat unter den momentanen, schwierigen Marktbedingungen zu leiden. Ein Firmensterben am Markt ist nur eines der hieraus folgenden Resultate. Experten sprechen nach dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre auch von „der großen Konsolidierung“, welche die Unternehmen der Regenerativen Energien und CO2-Reduzierung erwartet.

Der Marktdruck steigt: Nichts anderes ist zu erwarten wenn man den aktuellen Preisdruck aufgrund der hohen Anzahl an Markteilnehmer und der fluktuierenden Nachfrage betrachtet. Eine enormes Produktionspotenzial in Asien bedrängt den Weltmarkt (z.B. in der Photovoltaik) mit günstigen Produkten, welche zwar geringere Wirkungsgrade versprechen, aber wie schon der Verbrauchsgütermarkt der 90er Jahre zeigte: „billig geht immer“.

Das Umdenken beginnt: Nach diesem Motto sehen deutsche und europäische Unternehmen ihre Marktposition bedroht. Es ist somit nur eine Frage der Zeit bis deutsche Hersteller sich bei weiterhin schwankender Marktnachfrage diesem Preisdruck ergeben müssen. Bereits jetzt planen die in Europa verbliebenen Produzenten eine Produktionsverlagerung in ein Billiglohnland. finanziellen und technologischen Risiken treten zunehmend vor dem existenten Marktdruck in den Hintergrund und veranlassen auch eingesessene Firmen zum Umdenken.

Ausblick 2011: Was hat uns 2011 zu erwarten? Die Analysen für beispielsweise den Solarmarkt (als repräsentatives Beispiel der Branchenentwicklung) prophezeien für dieses Jahr entweder einen Anstieg der weltweiten Nachfrage auf 18 bis 22 GW oder eine Stagnation der Verkaufszahlen auf dem Niveau des Vorjahres (rund 15 GW). Die Entwicklung in Deutschland sieht noch etwas düsterer aus. Aufgrund der gesunkenen Einspeisevergütung wurde ein Großteil der Investitionen im vergangenen Jahr getätigt, wodurch für dieses Jahr im besten Fall ein Absatz in gleicher Höhe, realistischer Weise sogar ein Nachfragerückgang prognostiziert.

Was muss man tun?

In Anbetracht der unsteten Marktentwicklung, müssen insbesondere der Sales-Bereich, die Organisationsstruktur im Supply-Chain und das Produkt-Management verstärkt und ausgebaut werden, um den Absatz als auch die Einkaufskanäle zu sichern und so die Profitabilität des Unternehmens auch in dieser Phase der Marktentwicklung zu stabilisieren.

In jedem Fall bleibt der Clean-Tech Sektor einer der turbulentesten und damit auch spannendsten Sektoren der deutschen Wirtschaft.

Autor: BM Experts 2011

Solar-Hersteller unter Druck

Volljährig und doch abhängig

Nach jahrelanger Aufzucht und sehr gutem Wachstum lernt die Solarbranche den Kunden kennen: Er ist wählerich geworden.

Jahrelang war es für Hersteller der Solarbranche wichtig, sich auf die eigenen Wachstumsprozesse zu konzentrieren und sich seiner Vorprodukte (upstream) sicher zu sein.  Das Wichtigste war die Beherrschung der Technologie und die Material-/ Anlagen-Verfügbarkeit.

Die Finanzkrise änderte dieses Vorgehen: Produkte müssen seit 2009 verkauft werden.

Was für die meisten Branchen normal ist, lernt die Solarbranche jetzt erst kennen: Absatz ist nicht gleich Produktionsmenge
sondern
Absatz ist gleich Zugang zu den Kunden und Verstehen der Bedürfnisse der Kunden.

So musste Q-Cells am eigenen Unternehmen erfahren, was eine mangelnde Kundfokusierung  bedeuten kann: Kurzarbeit und volle Läger ! Vgl. Handelsblatt 2009/04/28 S.15 (877)

Dabei hat die Solarbranche eine der besten Zukunftschancen. Durch die meistens langfristige Unterstützung durch die Regierungen (die hektischen Schnellschüsse von Spanien mal abgesehen) kann sich die Branche bis zur Netzparität in Ruhe entwickeln.

Was ist also neu und was muss neben der Technik jetzt angepackt werden ?

  1. Absatzkanäle werden wichtig und sind überlebensnotwendig. Jeder Hersteller sollte sich fragen, welche Vorteile bringe ich dem Installateur, bzw. Händler?
  2. Verstehen, was die Kundennutzen sind. Hier zählt nicht nur KWp oder Pro-Watt-Preis.
  3. Verstehen wo die Ängste/Zurückhaltungen der Kunden liegen.
  4. Welche Integrationen/Anwendungen wird es in Zukunft für Photovoltaik geben ?

Daher, volljährig ja, am Ende der Lernkurve noch lange nicht.