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Archiv für das Tag 'Solar'

 

Toshiba rollt in Kooperation mit der Gagfah Immobilien Goup ein neues Vermarktungsmodell für PV-Strom in Deutschland aus.

Ziel ist es den PV-Strom (ohne EEG) mittels langlaufenden Lieferverträge direkt an die Mieter der Immobilien abzusetzen, ohne den Umweg über die EEX zu nehmen. Etwaige Schlechtwetterphasen sollen hingegen über die Börse hinzugekauft werden, um den Abnehmern Versorgungssicherheit zu garantieren.

Ein Pilotprojekt in Süddeutschland ist bereits angelaufen und soll im kommenden Jahr auf Rest-Deutschland ausgeweitet werden. kritisch wird von den Beteiligten jedoch noch die immer weiter steigende EEG-Umlage betrachtet, welche das Business Modell schnell unrentabel machen könnte.

Autor: BM-Experts – Uwe Brueggemann

In Zeiten steigender Strompreise, sinkender EEG-Forderungen und einer zunehmenden öffentlichen Wahrnehmung der Energieproblematik – stellt sich die Frage wie sich die Solarbranche in die Produktionsriege von fossilen Großkraftwerken und ‚nachhaltigen‘ Atommeiler einreihen wird.

Oder anders gesagt: Wie wird die Zukunft der Idee ‚Solarenergie‘ mit dem Ende der staatlichen Förderung aussehen?

Eine in den USA und Frankreich bereits vielfach praktizierte Antwort auf diese Frage lautet: PPA (Power Purchase Agreements). Diese mehrere 100 Seiten starken Verträge zwischen einem Solarpark-Besitzer und einem Energieversorger (Abnehmer) gliedert die PV-Anlage über einen Zeitraum von 20 Jahren in das Produktionsportfolio der Utility ein und regelt die Einspeisetarife für beide Parteien, ohne eine Förderung durch den Staat.

Welche Potenziale in diesen PPAs für die deutsche PV-Industrie schlummern und wie diese im deutschen Gesetzes Kontext korrekt umzusetzen sind, können Sie in einem unserer Knowledge-Meetings erfahren (next: Spring 2013).

Autor: BM-Experts

Ende des dritten Quartals 2012 hat sich nach Angaben der Geschäftsklimaumfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Auftragssituation der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik-Industrie in Deutschland erheblich abgekühlt.

Der VDMA meldet in 85 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung der Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die befragten Branchenvertreter prognostizierten im Oktober – für das laufende Geschäftsjahr – eine deutlich schwächere wirtschaftliche Entwicklung als noch in der diesjährigen Frühjahrsprognose.

„Die Photovoltaik-Maschinenbauer in Deutschland gehen von einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von knapp 50 Prozent im Jahr 2012 aus. Die Investitionszurückhaltung führender Wafer-, Zell- und Modulhersteller dauert weiter an. Aufgrund der sich im Feld befindenden Überkapazitäten erwarten wir einen neuen Investitionszyklus nicht vor Ende 2013“, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand der centrotherm photovoltaics AG und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Das Jahr 2013 wird somit ein erneutes Krisenjahr, das die Professionalisierung der deutschen PV-Unternehmen weiter erzwingt. Der Rückgriff auf erfahrene, krisengeprüfte Management-Kompetenzen ist daher auch in 2013 ein notwendiges Mittel zur Bewahrung deutscher PV-Arbeitsplätze.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.100 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit rund 970.000 Beschäftigten (Juni 2012) im Inland und einem Umsatz von 201 Milliarden Euro (2011) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Autor: BM-Experts

Die Insolvenzen von Q-Cells, Solon, Sovello sind gemäß einer aktuellen Studie von Goetzpartners nur der Anfang. In den nächsten 5 Jahren werden 63% der deutschen Photovoltaikindustrie verschwunden sein. Von den 232 deutschen PV-Unternehmen werden so im Jahr 2017 nur noch 86 Firmen übrig bleiben, die sich gegen den zunehmenden Druck der asiatischen PV-Hersteller behaupten konnten.

Wir befinden uns erst am Anfang der Marktkonsolidierung und auch die Verzögerung der FiT-Absenkung wird höchstens dem chinesischem Wirtschaftsaufbau zugutekommen. Die deutschen Solarunternehmen müssen sich einem extremen Preisverfall (11% allein in 2011) und dem damit verbundenen Gewinneinbruch (ca. 13% allein in 2011) auseinandersetzten.

Die Zukunftsaussichten sind allerdings noch härter, „Die verbleibenden Unternehmen können sich keinen Stillstand leisten. Umfassende Restrukturierungsprogramme sind für Viele ein Muss um weiter im Markt zu bestehen.“ (Michael Sanktjohanser, Managing Director bei goetzpartners und Leiter der Industry Line Energy/Utilities).

Die 8 Strategien um mit der anstehenden Krise umzugehen, können Sie in einem persönlichen Gespräch mit uns kennenlernen.

Autor: BM-Experts

Am 5.März müssen sich die Unterstützer der Energiewende schon wieder mit der durch die Großkonzerne getriebene Politik anlegen. Der heutige Grund: die drastische und grundlose Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom.

Interessant sind auch dieses Mal die vorgeschobenen Begründungen der Einsparungsmaßnahmen. So ist die laut BMWi die Anpassung der EEG-Förderung für Solarstrom an die Entwicklung der Zubau Raten in der Bundesrepublik gekoppelt. Die sich ja im Dezember 2011 um sagenhafte 3 GW erhöht haben soll und damit die perfekte Rechtfertigung für eine drastische Senkung der Einspeisetarife liefert. Fakt ist nur, das bis heute (März 2012) dieser Zubau Zahlen nicht offiziell belegt werden können und auch nur dann realistisch scheinen, wenn man die damaligen Einspeise Anmeldungen für 2012 in die Dezemberbilanz 2011 hineinrechnet.

Auch das Argument der ‚Preistreiberei‘ und ‚Verteuerung der Energiepreise‘ an der Leipziger Energiebörse EEX sind an den Haaren herbeigezogen, wenn man sich überlegt das Solarstrom insbesondere in den Mittagsstunden den teuren Peak-Strom überflüssig macht und damit aktiv die Preise senkt.

Aber spätestens mit dem Erreichen der „Grid Parity“ ist der Grund für die enorme Gegenwehr der Stromkonzerne ersichtlich. Hier helfen dann auch keine Argumente mehr, wie: „deutsche EEG Förderung fließt nach Asien“. Zumal über 50% der Wertschöpfung und damit über 50% des Kapitals das über die gesamte Lebenszeit der Solaranlage umgelegt wird im Deutschen Währungsraum verbleiben, das ist bald mehr als die deutsche Unterhaltungselektronikbranche verbuchen kann.

Wer noch mehr Gründe für eine Demonstration gegen die geplanten Tarifkürzungen braucht, sollte einfach mal einen Blick auf die folgenden Links werfen.

http://www.solarwirtschaft.de/demonstration/

http://www.sma.de/

http://www.sma-sunny.com/kategorie/energiewende/

http://www.energiediskussion.solarwirtschaft.de/e-cards-versenden

Wir als die BM-Experts und ausgewiesene Experten in CleanTech Bereich sind für die Energiewende, für verlässliche politische Rahmenbedingungen und stehen klar zum marktwirtschaftlichen fairen Wettbewerb.

„Zusammen für eine bessere Zukunft“

Autor: BM-Experts

Die private Photovoltaikanlage wird zum Trend – was ist mit Unternehmen?

Die weltweite Krise auf den Finanzmärkten könnte sich langfristig doch als Segen für Solarfirmen erwiesen: Viele Privatanleger sind nun verunsichert und wollen lieber ihr Geld in Immobilie stecken als neue Fonds oder gar einzelne Aktien kaufen. In einem Artikel im Handelsblatt wird beschrieben, unter welche Bedingungen dies eine rentable Investition wird. Bei den derzeitigen Preisen für Solaranlagen bzw. die Vergütung, die dank Erneuerbaren-Energien-Gesetz garantiert wird, kann so eine Anlage unter bestimmten Bedingungen sehr vorteilhaft sein.

Aber auch für Unternehmen macht eine solche Investition viel Sinn. Als Beispiel sollte hier die Berliner Wasserbetriebe genannt werden, deren Anlage 560 Kilowatt leistet (angeblich sollte dies ausreichen, um die Trinkwasserversorgung von 26 000 Berlinern zu betreiben und 475 Tonnen Kohlendioxid zu vermeiden).

Bei einer reifen Überlegung leuchtet es ein: Die dazu nötigen Flächen haben viele Unternehmen auf Ihren Dächern, sei es Fabrikhallen oder Lagerflächen. Die Investition wirft eine sichere Rente, da die Instandhaltungskosten sehr niedrig sind, die Einkommen aber dank Gesetz für 20 Jahre garantiert sind – es sei denn, viele graue Wolken ziehen buchstäblich übers Gelände. Für das Image eines Unternehmens ist es auch vorteilhaft, ein Teil der zur Produktion notwendigen Energie selbst beizutragen. Und, last but not least, Banken finanzieren solche Projekte wegen der sicheren Rendite auch bereitwillig.

Wie bei allen Trend gilt auch – wer früh zugreift, wird am meisten profitieren. Denn die Preise für Solaranlagen könnten mit ihrer wachsenden Popularität wieder nach oben ziehen. Darüber hinaus wird die Vergütung für den erzeugten Strom laut Gesetz im Jahr 2010 und noch einmal im Jahr 2011 sinken. Unternehmer sollten daher besser heute als morgen die Tauglichkeit ihrer Dächer auf die Installation einer Photovoltaikanlage prüfen.

Haben die Unternehmen der Solarbranche die Lektionen des Jahres 2009 gut gelernt?

Seit Beginn August steigt die Nachfrage nach Solaranlagen wieder. Die Auftragsbücher mancher Hersteller sind bis Oktober voll, Solon,   und Q-Cells haben große Aufträge für Solarparks gewonnen.

Handelsblatt
Tagesspiegel

Noch ist die Auftragslage nicht so erfreulich wie die von 2008, aber das Schlimmste der Nachfragekrise ist vorbei. Die jetzige Situation der Produzenten von Solaranlagen ist natürlich bequemer als noch vor drei Monaten. Aber haben sie aus den Problemen des Jahres 2009 gelernt?

In einem früheren Beitrag hatte ich auf die Schwäche der Solarhersteller aufmerksam gemacht: Nämlich, dass sie noch nie gelernt hatten, den Kunden zu gewinnen. Bis 2009 war die Branche eher forschung- und produktionsorientiert. Langsam aber lernt sie, mehr Kundenorientiert zu agieren. Als Beispiel sind nicht nur die sich in der Presse häufenden Meldungen über neue Solaranlagen zu nennen – auch das ist wichtig, sondern auch die Investitionen in Image und Werbung – die neue Kampagne von SolarWorld mit Lukas Podolski ist ein gutes Beispiel.

Auch in die Zukunft werden solche Investitionen unabdingbar sein: Nicht nur hat sich die Konkurrenz aus Billigländer verschärft, die deutsche Hersteller haben auch investiert und ihre Produktionskapazitäten hochgefahren. Ohne einen gesunden Maß an intelligenten Investitionen in Marketing und eine gute Organisation des Vertriebs werden sie ihren tollen Produkten nicht los.

Der  Zukunftsforscher Nr. 1 in Europa, Lars Thomsen, hat am Dienstag vor 680 Teilnehmer der Stadtwerkekonferenz  2009 in Berlin 520 Wochen weit in die Zukunft geschaut.

520 Wochen (10 Jahre) : die sind Morgen!

Am Frosch-Dilemna erklärte er sehr anschaulich, was es bedeutet, den Tipping-Point zu verpassen.

Zwei von sieben Beispielen sollen dies verdeutlichen.

1.  E-Mobility: Fast alle Deutsche KFZ-Hersteller wird es nicht mehr geben.
In 2013 wird ein Elektroauto so billig sein wie ein OTTO-Motor-Auto:
Sie glauben es nicht !
Es gibt ein Hersteller, der in 30 Wochen beginnend innerhalb eines Jahres 500 000 Elektroautos verkaufen will.
Leistungsdaten : Reichweite 400km, 50% Ladung in 10 Min,  0-100km/h  8s, 5 Sitzer,
Hersteller: Der Welt-Markführer für Handy-Akkus: BYD mit dem Modell e6

Launch-Film auf der Detroit Autoshow 2009:

Tipping-Point: Eine Firma außerhalb der Automotive-Branche wird die E-Mobility Revolution vorantreiben und hat das potential neuer Weltmarkführer  für Eletroautos zu werden.

2.  Energie: Solar-Strom wird die günstigste Herstellungsart von Strom.

Wie das klappt: Ganz einfach, wir drucken uns ein Solar-Panel und sind viermal so günstig wie die z.Z. extrem gefallenen Preise der Silicium-Hersteller.
Klingt absurd? Nanosolar, USA, gegründet von einem Deutschen, macht dieses.

Tipping-Point: Eine Firma mit einem komplett neuartigem Produktionsverfahren kann die Solar-Branche komplett umkrempeln.

Somit ist eins sicher: nichts bleibt, wie es ist. Und wer sich auf Veränderung einstellt, hat eine sehr gute Zukunft. Es wird alles nur etwas schneller, aber das merkt der Frosch ja nicht.

Solar-Hersteller unter Druck

Volljährig und doch abhängig

Nach jahrelanger Aufzucht und sehr gutem Wachstum lernt die Solarbranche den Kunden kennen: Er ist wählerich geworden.

Jahrelang war es für Hersteller der Solarbranche wichtig, sich auf die eigenen Wachstumsprozesse zu konzentrieren und sich seiner Vorprodukte (upstream) sicher zu sein.  Das Wichtigste war die Beherrschung der Technologie und die Material-/ Anlagen-Verfügbarkeit.

Die Finanzkrise änderte dieses Vorgehen: Produkte müssen seit 2009 verkauft werden.

Was für die meisten Branchen normal ist, lernt die Solarbranche jetzt erst kennen: Absatz ist nicht gleich Produktionsmenge
sondern
Absatz ist gleich Zugang zu den Kunden und Verstehen der Bedürfnisse der Kunden.

So musste Q-Cells am eigenen Unternehmen erfahren, was eine mangelnde Kundfokusierung  bedeuten kann: Kurzarbeit und volle Läger ! Vgl. Handelsblatt 2009/04/28 S.15 (851)

Dabei hat die Solarbranche eine der besten Zukunftschancen. Durch die meistens langfristige Unterstützung durch die Regierungen (die hektischen Schnellschüsse von Spanien mal abgesehen) kann sich die Branche bis zur Netzparität in Ruhe entwickeln.

Was ist also neu und was muss neben der Technik jetzt angepackt werden ?

  1. Absatzkanäle werden wichtig und sind überlebensnotwendig. Jeder Hersteller sollte sich fragen, welche Vorteile bringe ich dem Installateur, bzw. Händler?
  2. Verstehen, was die Kundennutzen sind. Hier zählt nicht nur KWp oder Pro-Watt-Preis.
  3. Verstehen wo die Ängste/Zurückhaltungen der Kunden liegen.
  4. Welche Integrationen/Anwendungen wird es in Zukunft für Photovoltaik geben ?

Daher, volljährig ja, am Ende der Lernkurve noch lange nicht.